26.02.2016

Das Manuskript ist fertig, es gähnt das Loch

Ein Fan – und damit meine ich eine sympathische Person, die ohne Pistole an der Schläfe bereit ist, meine Texte zu lesen und sich dabei nicht übergibt – also ein solcher Fan hat sich beklagt, dass ich ewig an meinem Krimi habe und ich den doch endlich beenden solle, um wieder Blogbeiträge zu schreiben.
Nun, der Krimi Knarrenfrauen ist tatsächlich fertiggeschrieben und liegt seit Anfang Februar im Lektorat, wo sie weiß der Geier was damit machen. Der Text kommt noch einmal zu mir zurück, aber alles in allem ist das Projekt zu Ende.
Und damit ich auch.
Ich weiß beim besten Willen nicht, wofür ich nun mein Hirn brauchen und womit ich die Zeit füllen soll.

Eigentlich logisch, dass man in eine Leere fällt, wenn man Wochen und Monate mit einem Projekt beschäftigt war: Plötzlich ist die Geschichte fertig, die Figuren verabschieden sich und lassen mich alleine zurück. Eine liebgewonnene Familie fährt nach Übersee und schickt selten mal eine Postkarte.
Nicht angenehm.
Also dümple ich vor mich hin.
Es ist vorbei.

Erstaunlich, dass uns fiktive Personen so sehr ans Herz wachsen können, als wären sie aus Fleisch und Blut. Und dass man sie wie gute Freunde vermisst. Die Neurobiologie sagt, dass das Gehirn nicht gut zwischen Vorgestelltem und Realem unterscheiden kann. Das würde erklären, warum J. K. Rowling bittere Tränen geweint hat, als sie den fiktiven Dumbledore hatte sterben lassen müssen.
Ja, ich verstehe sie. Falls ich dereinst eine wichtige Figur in einer Geschichte töten werde, wird mein Mascara, das ich nie auftrage, in schwarzen Strömen runterfließen. Das sähe schrecklich aus.

Aber was genau wollte ich sagen?
Dass ohne die Knarrenfrauen mein Leben so spannend wie eine Teflonpfanne ist. 
Dass ich ohne Schreiben ein Nichts bin oder jedenfalls deutlich in diese Richtung tendiere.
Dass ich mit Jammern aufhören und stattdessen mit einem neuen Buch beginnen könnte.

Ja, all das, aber auch noch etwas anderes: Ich könnte endlich Kurse in Stricken und Seidenmalerei belegen und mir beibringen, aus Nespressokapseln schönen Schmuck herzustellen.

Ein Leben mit gestrickten Pullovers, bemalten Seidenschals und Kaffeeschmuck ist bestimmt erfüllend.

26.08.2015

Warum zurzeit keine Blogbeiträge mehr kommen

Liebe Blogleserinnen und Blogleser

In der nächsten Zeit gibt es nur selten einen Blogbeitrag.

Der Grund:
Ich schreibe an einem Krimi.
Was ein ziemlicher Witz ist, denn ich wollte nie und nimmer einen Krimi schreiben, so selten wie ich Krimi lese ...
Aber das Leben hat mich gelehrt, dass es manchmal richtig ist, gerade das zu tun, was man nie vorhatte.

Es macht unglaublichen Spass. Ich muss mich bloss darauf konzentrieren, dass jede Leiche und jedes Verbrechen auch seinen Täter hat. Und dass alles zu einem schlüssigen Ende findet.

So viel sei verraten: Es geht um eine Meisterdiebin ...


... und um eine Detektivin, die mehrheitlich auf ihrem Motorrad und in ihrer Garage lebt und schier jede Frau ins Bett bringt, was beim Ermitteln durchaus seine Vorteile hat.










Und es geht um seltsame Kelche und böse Machenschaften eines kuriosen Clubs ...

Auf den Rest bin ich selber gespannt.

25.05.2015

Aus dem Leben einer Orientierungslosen

Uli Stein

Landkarten sind für mich ein unverständliches Gewirr von Linien und Kurven, so mysteriös wie Schnittmuster. Orientierung ist ein Wort ohne nennenswerter Bedeutung: Ich verliere mich in Läden und ich verliere mich, wenn ich aus den Läden trete. Will ich die Wohnung einer Freundin verlassen, steuere ich zielsicher aufs WC zu. Ich brauchte dreißig Jahre, um mich in der riesigen Kleinstadt Bern zurechtzufinden. 

08.05.2015

Wie sag ich's meiner Mutter?

Roy Lichtenstein: Ohhh ... Alright... (1964)

Ich hatte mir vorgenommen: Diesmal würde ich es meiner Mutter sagen. Es war überfällig, es würde schwierig sein, wie würde ich das bloss überstehen?

Ich hatte mit ihr im Café 97 abgemacht, hier kann man ungestört miteinander reden. Ich war nervös – traurig aber war: Ich war über dreißig und fürchtete mich vor meiner Mutter.

Und da kam sie schon, wie immer wie aus dem Ei gepellt mit zu roten Lippen, zu braun gefärbtem Haar, zu viel Gold um Hals, Fingern und Handgelenk und mit einer Parfumwolke, die mir den Geruchssinn für Stunden abtöten würde. Sie rauschte an meinen Tisch, küsste drei Mal in die Luft, schon ergab sich mein Geruchssinn kampflos. Sie 
setzte sich und sprudelte los:


28.03.2015

Aus dem abenteuerlichen Leben meiner 19-jährigen Katze


21.03.2015

Als ich ein Automat mit Brüsten war

Als Buchhändlerin kam ich in den Genuss von sogenannten effizienten Kunden: Die kamen im Stechschritt herein, verloren keine unnötige Zeit mit Grüßen, sondern steuerten direkt auf ihr Ziel zu. Sie bellten zum Beispiel:

„Krimis!“

„Wirtschaft!“

„Reisen!“


02.01.2015

Die kleine Schwedin und die Aliens



Die kleine Schwedin entstand, weil ein Däne mit seinem Erguss das Studiengeld aufbessern und zwei Schwedinnen Eltern werden wollten. Die zwei Schwedinnen flogen nach Dänemark und ließen den Zufall bestimmen, welchen Samen sie bekamen. Der dänische Samen und das schwedisches Ei taten sich unbekannterweise zusammen, die Zellen begannen sich zu teilen und bastelten in neunmonatiger Arbeit Lya.

Lya weiß, wie sie entstanden ist, sie hat Fotos der Klinik gesehen, in der Ei und Samen einen dänisch-schwedischen Pakt schlossen. Sie weiß, aus welchem Bauch sie gekommen ist, und wer die Hauptverantwortlichen in ihrem Leben sind. Wenn sie achtzehn wird, kann sie ihren Vater, sprich Samenspender kennen lernen.


02.10.2014

Willst du wissen, ob die Frau dort drüben lesbisch ist? Mit dem genialen Stricknadeltest ist das jetzt möglich!


Eine Lesbe (lesbiana vulgaris) ist daran zu erkennen, dass sie auf Frauen steht, auch wenn sie unter ihnen liegt. Da sie in der Öffentlichkeit selten unter Frauen liegt, ist die Lesbiana Vulgaris schwierig zu erkennen, eine Trüffelsuche dagegen ist ein Kinderspiel.


30.09.2014

Die schönste Raststätte überhaupt

Zur Rast lass' ich gern mein Haupte sinken,
wo tausend Wasser gar köstlich stinken.

gesehen in Münsingen, Schweiz


15.09.2014

So lesen Radfahrer die Verkehrsschilder


07.09.2014

Ich hätte auf Erde getippt



Ich fand das Schild neben 
einer biologisch-dynamischen Gärtnerei.

Hätte nie gedacht, dass bei denen 
Kuhmist so anders aussieht.


Teilzeit-Rollstuhlgänger?


09.08.2014

Schnecken: wie Patricia Highsmith mein Leben veränderte



In meiner Kindheit erzählte uns Mutter eine Geschichte, die meine Beziehung zu Schnecken in eine gewaltige Schräglage brachte. Sie hieß „Der Schneckenforscher“ und stammte von Patricia Highsmith: Es ging um einen Mann, der in seinem Zimmer begeistert Schnecken züchtete. Aus einem Grund, an den ich mich nicht mehr erinnere, schaute er während Wochen nicht nach seinen Schnecken. Als er es wieder tat, war das Zimmer von Schnecken übersät: In der Zwischenzeit hatten sich die Viecher munter vermehrt, sie klebten und krochen in Massen, sogar an der Tapete waren sie, in mehreren Schichten, diese Tapete löste sich durch das Gewicht von der Wand und kam herunter, just in dem Moment, als der Mann ins Zimmer trat. Er wollte schreien, da hatte er schon eine Schnecke im Mund und Schnecken auf dem Gesicht, Schnecken in den Nasenlöchern, auf dem ganzen Körper, und bald war der Mann schleimige Geschichte.

21.06.2014

Sommeranfang - oder?

Der Sommer begann, aber ich glaubte das nicht so richtig.

Jedenfalls, wenn ich meine Wohnungstür öffne ...

 

16.06.2014

Der geteilte Blogbeitrag: Ich bin auch eine Gedächtnislücke.

Das mit dem Multitasking ist so eine Sache: In ihrem Blog Und schon wieder schreibt sie hat Eve  einen wunderbar zutreffenden und witzigen Beitrag geschrieben. Sehr lesenswert!

12.06.2014

Die kleine Schwedin und der Gender


Wenn ich mich verliebe, verliere ich den Kopf, und während der unters Bett rollt, entgehen mir nicht unbedeutende Details: zum Beispiel, dass die Angebetete eine Schwedin ist und tausendfünfhundert Kilometer von mir entfernt wohnt – und dass sie Mutter einer kleinen Schwedin ist, noch keine sechs Jahre alt. Kinder standen auf meiner Wunschliste nie weit oben, sie rangierten zwischen dem Wunsch, ein Steuerformular auszufüllen und den Wasserkocher zu entkalken. Nicht dass ich etwas gegen Kinder hätte! Ich liebe es, dass sie sich nicht darum scheren, wie man sich zu benehmen hat und ihre Gefühle unverblümt kundtun, aber genau diese Eigenschaft macht den Alltag mit ihnen anstrengend.

Bekanntlich beeinflussen Wunschlisten das Schicksal so wirkungsvoll wie ein Frosch im Glas das Wetter: So bin ich auf die Aktion „zwei für eins“ hereingefallen.

Das Mädchen meiner Schwedin, nennen wir es Lya, hat blondes Haar und spricht fließend Schwedisch, was mich immer wieder erstaunt: Warum kann sie besser Schwedisch als ich, wo ich so viel älter und weiser bin? Lya spricht außerdem viel und schnell, aber nicht so deutlich wie die Dame, die auf der Schwedischkurs-CD die Übungen liest. Wenn Lya mit mir spricht und ich sie nicht verstehe (was meistens der Fall ist), wiederholt sie es einfach noch einmal. Und weil ich immer noch nicht verstehe, wiederholt sie es lauter. Spätestens wenn sie schreit und ich in Tränen ausgebrochen bin, schreitet Tove ein und erlöst uns von unserem Unverständnis.

Lya gibt gerne damit an, dass sie drei Mütter hat: Das sind Tove, Toves Exfrau (die leibliche Mutter) und deren Partnerin. Vom Vater weiß man nur, dass er Däne ist und während des Studentenlebens mit seinem Samen das Taschengeld aufpoliert hat.

Der Vater war für Lya lange Zeit kein Thema – bis vor ein paar Monaten: Da ich immer mal wieder in Toves Haushalt herumstehe, fragte Tove die Kleine, ob es ihr gefallen würde, wenn ich die ganze Zeit hier herumstehen würde. Lya nickte und sagte, ich könne ihr Vater sein, Mütter habe sie ja schon genug. Ich fühlte mich geehrt und stellte mir an diesem Tag vor, wie das als Vater so wäre: Ich bekam den Drang, ein paar Dinge im Haushalt zu flicken und meine Frauen vor Rollstühlen, Möwen und Straßenlampen zu schützen. Selten habe ich mich so ernsthaft und verantwortungsvoll gefühlt: Nun galt es, eine kleine Familie gegen die Welt zu verteidigen! Ich hielt den Damen die Türe auf, und beim Anblick eines Fußballs lief mir das Wasser im Mund zusammen. Am Abend saß ich mit einem Bier vor dem Fernseher.

Eines Tages war es soweit: Lya verkündete, dass sie gern einen Papa hätte. Tove fragte sie warum. „Damit ich weiß, wofür man den hat.“ Mehr sagte sie nicht dazu, sondern wandte sich wieder ihrem Spiel zu.

Ein paar Wochen dann fragte sie Tove: „Also Mama, wofür hat man eigentlich einen Vater?“ Tove erklärte ihr, dass der im Großen und Ganzen das Gleiche wie die Mutter tue, nur sei er eben ein Mann.

Lya überlegte eine Weile: „Dann können Väter auch BHs tragen?“

Das ist scharf gefolgert, es gibt ja Männer, denen ein BH wie angegossen passen würde.

Einmal erklärte Lya in der Kita ein paar Kindern, warum sie keinen Vater, dafür drei Mütter hat: „Also da war ein Mädchen, das verliebte sich in ein Mädchen, und da war ein anderes Mädchen, das verliebte sich auch in ein Mädchen.“

Die Kinder nickten wissend. Ein Mädchen seufzte neidisch: „Du hast es gut, ich hätte auch lieber zwei Mütter und keinen Vater. Papa kneift mich, das mag ich nicht.“

Lya ist es offenbar egal, ob Männer oder Frauen sie großziehen – Hauptsache, jemand liebt sie und sorgt für sie. Sie pfeift auf die Geschlechterrollen.

Daraus könnte man schließen, dass sie immer auf die Rollen pfeift, was sie nicht tut: Lya ist der traurige Beweis dafür, dass man die Kinder nicht nach Gutdünken beeinflussen kann: Lyas Mütter würden ihr sofort Indianerkostüme, Spielzeugautos, Schwerter und Fußballtrikots kaufen, so sie denn solche wollte. Aber Lya ist nicht daran interessiert, sie ist auf beunruhigende Weise rosafixiert, sie liebt Nagellack, Schleifen im Haar, nimmt für schöne Schuhe Blasen in Kauf, möchte nur Röcke anziehen, behängt sich mit Schmuck, lebt vor dem Spiegel, will an jeder Blume riechen, zeichnet vorzugsweise Prinzessinnen und klimpert beim Anblick eines Jungen mit den Wimpern, als wären die ein Spielautomat, dessen Jackpot soeben geknackt wurde.

Es ist niederschmetternd. Wofür haben wir Feministinnen gekämpft? Wir haben uns erfolgreich von der lästigen Frauenrolle befreit und nun das: ein Meer rosafarbener Mädchen! Mittlerweile habe ich für die Vertreterinnen der Gender-Theorie nur noch ein müdes Lächeln übrig: Wenn Geschlechter anerzogen wären, würde Lya nicht von der Hochzeit (in Weiß) ihrer Mütter träumen, denn ihre Mütter haben dafür nur ein spöttisches Lächeln übrig. Sie würde sich nicht in zu kleine Lackschühlein zwängen, denn ihre Mütter tragen bequeme. Sie würde sich kein Diadem ins Haar stecken, weil ihre Mütter höchstens eine Baseball-Mütze tragen.

Warum also hat Lya einen solch fürchterlichen Geschmack?
Weil ihn die anderen Mädels haben?
Und warum haben sie ihn?
Wegen der Werbung, der Filme und Hello Kitty?
Beeinflussen wirklich alle die Kleinen, nur ihre feministischen Mütter nicht?

Tove hat bei ihrer Tochter bisher nur einen Fingerabdruck hinterlassen können: Die Kleine ist gegen jegliche Logik nun auch süchtig nach 90-prozentiger Schokolade. So ist Lyas größter Wunsch für ihren nächsten Geburtstag nichts Rosarotes, nichts Prinzessinnenhaftes und kein Haarschmuck: 

Sie wünscht sich eine ganze Tafel 90-prozentiger Schokolade.

Das ist ein Anfang.

***


Weitere Geschichten mit der kleinen Schwedin
und viele andere dazu findest du in diesem E-Book.

01.06.2014

So schreibt man Bücher!

In acht Minuten erfährst du alles, 
was du wissen musst, 
um ein Buch zu schreiben!

Grossartig und witzig.

Viel Vergnügen!

01.05.2014

Liebesdichtung & traurige Wahrheit: Geschirr spülen



Ich liebe Tove heiß und innig, aber sie hat eine fatale Schwäche: Sie ist Schwedin. Man könnte denken, dass dies keine Schwäche, sondern ein Vorteil ist: Seit den Siebzigerjahren wissen wir, dass Schwedinnen nicht nur blond, sondern auch heiß sind. Die unzähligen Softpornos aus dieser Zeit sind der Beweis – Schwedinnen treiben es in Blockhütten, auf Elchen, unter der Mittsommersonne, auf Seen und während OP-Eingriffen. Sie haben in diesem Bereich also viel zu bieten.

22.03.2014

Wer bin ich?

http://de.toonpool.com/cartoons/Philosophie%20f%C3%BCr%20den%20kleinen%20Man_153416Wenn wir ehrlich sind, haben wir keine Ahnung, wer wir eigentlich sind - ich meine so richtig-richtig, jenseits von Nationalität, Geschlecht, Beruf, Religion und politischer Gesinnung. Diese sind ja vorübergehend, sie können sich ändern: Wir wandern aus, wir lassen uns umoperieren, umschulen, konvertieren und rutschen von links nach rechts oder umgekehrt.

Also: Wer bin ich wirklich, zutiefst innen, oben unten oder wo auch immer? Um das herauszufinden, starren manche Menschen stundenlang eine weisse Wand an (Zen), andere brüten über Philosophen, machen Therapie oder nehmen bewusstseins-erweiternde Drogen.

Ich behaupte: Es geht viel einfacher!

05.02.2014

Mein neuer Roman Brennnesseljahre


Endlich - nach 4 Jahren hab ich es doch noch geschafft:

Mein neuer Roman kommt heraus!

Im Moment befindet es sich im Lektorat, das heisst ich habe meiner Verlegerin Ulrike Helmer das Manuskript abgegeben, und jetzt wird es auf Herz und Nieren geprüft: Dazu gehören Rechtschreibung, Orthographie, Satzstellungen, Längen, Unklarheiten, Unlogisches, Unverständliches, langweilige Stellen usw.

Ich bekomme das Manuskript mit den (sichtbaren) Korrekturen und Fragen zurück und gehe den Text noch einmal durch. Je nachdem korrigiere, verändere, kürze, schmücke ich aus und feilsche mit der Lektorin um Stellen, die sie anders haben möchte, aber ich genau so.

Wie ist es zum Roman Brennnesseljahre gekommen?


02.11.2013

Knackig!


Als ich heute Morgen den BH anzog, 
knackte es fürchterlich in meinen Schultern. 

Da fühlte ich mich auf einmal
- trotz meines halben Jahrhunderts - 
unglaublich jung ...

... eben so richtig knackig.


09.10.2013

Flotte Sprüche aus der Bibel II

In flotte Sprüche aus der Bibel habe ich Bibelstellen ausgewählt, die ich gern gross auf Plakaten hätte, so denn Bibelsprüche auf Plakaten stehen müssen.

Das hat Spass gemacht, und mittlerweile bin ich auf drei weitere Perlen gestossen, die man nicht vor die Säue werfen sollte:

die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. Matthäus 21.31


Komm, lass uns kosen bis in den Morgen und lass uns die Liebe geniessen. Prediger 7.18


Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig. Matthäus 33



Ist dieser Vergleich mit dem Sauerteig nicht schlicht himmlich - eine Frau knetet, und es lockt die Vorfreude auf Brot...!

11.08.2013

Flotte Sprüche aus der Bibel I






Ich arbeite im schönen Emmental, wo viele gläubig sind. Da hängen blaue Plakate rum, mit einem Zitat aus der Bibel und der Nahaufnahme eines Menschen, der offenbar sehr glücklich über den Satz ist. Mich aber machen die Sprüche nicht glücklich. Wenn ich aus dem Büro hinausschaue, lese ich seit letzter Woche das Plakat oben. Ehrlich gesagt ist es mir ziemlich egal, dass für den Gott nichts unmöglich sein soll (ausser eine fried- und freudvolle Erde zu erschaffen!) - wenn schon möchte ich wissen, was für Menschen möglich ist.

Dieser Spruch hier lässt alle Wünsche offen:


 Das ist kein vollständiger Satz - Jesus Christus ist der Herr von wem oder was? Da könnte man auf viele Ideen kommen: 

Jesus Christus ist der Herr von nebenan, der immer raucht.

Jesus Christus ist der Herr der Ringe.

Jesus Christus ist der Herr, den man an ein Kreuz genagelt hat.

Was soll an diesem Satz inspirierend sein?

Nun hab ich die Bibel nach Sätzen durchforstet, die ich auf Plakaten haben möchte - und bin fündig geworden:













Oder anders gesagt: Alles ist eins - alles: ich, du, die Tiere, die Bäume, der liebe Gott, der böse Teufel...




Wer hätte gedacht, dass all dies in der guten alten Bibel steht?

Weiter Sprüche finden sich hier 

15.07.2013

Liebesdichtung und traurige Wahrheit: Seelenpartnerin



Monolog für eine Verliebte und ihre Busenfreundin
 

SMS um Mitternacht:
Ich habe SIE getroffen, die Frau meines Lebens!

Am nächsten Tag im Café:
„So was habe ich noch nie erlebt – diese Übereinstimmung, diese Leidenschaft und Gefühlstiefe! Du, sie ist meine Seelenpartnerin!“

Busenfreundin: …


27.04.2013

Katzenvieh und Heidi, mein Teppich


Ich besitze eine Katze, das sagt schon alles. Erstens, dass ich einen Vogel habe und zweitens, dass ich lüge: Niemals kann ein Mensch eine Katze besitzen, der Mensch ist von der Katze besessen.

Katzen sind das ideale Mittel gegen Mäuseplage. Die letzte Mäuseepidemie erlebte ich in meinem vorletzten Leben als Magd mit schlechten Zähnen und rheumatischer Hüfte im hintersten Kaff hinter dem hintersten Hügel des hinterletzten Landes. Die einzige Maus, die in meinem aktuellen Leben bei mir herumpiepst, tut dies einsam neben meinem Laptop.


20.04.2013

Aus der Zeit der ultravioletten Lampen


Murmansk, UdSSR im August 1977:
Kinder stehen um eine ultraviolette Lampe 
für eine Dosis Vitamin D.


Interessant die disziplinierte Fussstellung der Kinder ...

National Geografic Found

16.04.2013

Woran sich Liebe messen lässt: pffffff.....!

Endlich erklärt uns jemand auf anschauliche Weise, was in Beziehungen abläuft!

Gesehen im Film Love & other Disasters mit einer wie üblich umwerfenden Dawn French. Sie spielte in den wunderbaren Scetches von French & Saunders (unbedingt mal auf You Tubes anschauen!).

Farts sind übrigens die Gase, die wir gelegentlich produzieren ...






11.04.2013

Frauen haben auch ihr Gutes: Aufklärung mit Loriot.



Vielleicht bin ich nach dieser Szene nicht aufgeklärter. 
Aber um das Beispiel eines grandiosen Monologs reicher!

24.03.2013

Sitzen: Was die immer behaupten

Fünf Stunden am Schreibtisch sind so schädlich 
wie 24 Zigaretten.   David Agus, Krebsspezialist

Was ich da gerne wüsste:
¬  Und am Küchentisch?
¬  Gegessen oder geraucht? Inhaltiert oder gepafft? Mit oder ohne Filter? Camel oder     
    Marlboro?    
¬  Warum 24?
¬  Wie viel sind 24 Zigaretten umgerechnet in Pfeifen? Und in Joints? 
¬  Um wie viele Zigaretten schädlicher sind überkreuzte Beine?
¬  Ist Sex auf dem Tisch weniger schädlich als das Schreiben eines Bewerbungsbriefes?
¬  Besser ein kettenrauchender Förster sein als ein nichtrauchender Bürogummi?

Schlussfolgerung:
Ich schreibe nur noch liegend.